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20.03.2016 | Leverkusen
2:0 in Stuttgart – Werkself wieder voll im Geschäft
Konsternierte Stuttgarter, die Werkself obenauf: ein Abbild der Kräfteverhältnisse
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Bayer 04 gewinnt nach starker Leistung hochverdient mit seinem letzten Aufgebot 2:0 (1:0) beim VfB Stuttgart. Der überragende Julian Brandt (11.) und Karim Bellarabi (49.) erzielten die Tore für die Werkself, bei der sich die Debütanten Benjamin Henrichs und Vladlen Yurchenko prächtig einfügten. Brandt und Yurchenko trafen darüber hinaus nur Pfosten und Latte. Bayer 04 kletterte auf Rang sechs und verkürzte den Rückstand auf den vierten Platz auf zwei Punkte.

„Das war eine absolute Topleistung, vor allem unter diesen personellen Voraussetzungen. Ein hochverdienter Sieg, das war sehr, sehr gut. Jetzt können wir etwas durchatmen und werden dann nach der Pause noch einmal richtig angreifen“, sagte Sportchef Rudi Völler nach dem Abpfiff. Und Bernd Leno betonte: „Jetzt haben wir wieder alle Karten in eigener Hand. Wir hatten das Spiel permanent im Griff, vor allem unsere Jungen haben einen Super-Job gemacht.“

Die Werkself musste neben all ihren Verletzten in Stuttgart auch auf Hakan Calhanoglu verzichten, der grippekrank die Fahrt ins Schwabenland gar nicht erst angetreten hatte. Dafür stand Stefan Kießling wieder bereit nach Hüftprellung, führte das Team als Kapitän aufs Feld und bildete die Doppelspitze mit Chicharito. Hinten rechts verteidigte der junge Benjamin Henrichs, auf der Sechs spielte Vladlen Yurchenko, für beide war es das Startelfdebüt in der Bundesliga. Auf der Bank saßen in Abu Hanna, Boeder und Dzalto drei A-Junioren.

Die Partie hatte noch nicht begonnen, da gab's schon den nächsten Nackenschlag. Karim Bellarabi verletzte sich beim Aufwärmen, ging eine Viertelstunde vor Anpfiff humpelnd und hadernd in die Katakomben. Nach intensiver medizinischer Versorgung in der Kabine konnte der Nationalspieler dann aber doch auflaufen.

Tolle Kombination zur Führung

„Die Mannschaft hat heute die Riesenchance, den Rückstand auf Platz vier auf zwei Punkte zu verkürzen“, hatte Roger Schmidt vor dem Spiel gleichsam als Losung ausgegeben. Auch in ungewohnter Besetzung und mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot begann die Werkself forsch und besaß die ersten Chancen: Chicharito traf den Kopfball nach Kramers Hereingabe nicht richtig, dann tauchte Tyton rechtzeitig nach dem Flachschuss von Bellarabi (9.). Beim dritten Versuch war die Kugel dann drin: Eine feine Kombination über Yurchenko, Kießling und Bellarabi schloss Julian Brandt flach und scharf ins Eck zur Führung ab (11.).

Bayer 04 machte die Musik in den ersten 20 Minuten, agierte beherzt und ballsicher und hielt den VfB meist in dessen Hälfte. Nach 25 Minuten die Stuttgarter erstmals gefährlich vor Lenos Kasten, doch der aufmerksame Wendell klärte nach einer Linksflanke von Insua. Dann wieder eine Doppelchance für Bayer 04, und was für eine: Erst fischte Tyton den verdeckt und flach abgefeuerten Linksschuss des sehr agilen Brandt aus dem Eck, bei der folgenden Ecke legte Chicharito per Kopf für Kießling auf, doch dessen Hechtkopfball aus wenigen Metern parierte der VfB-Keeper irgendwie erneut (30.) – das hätte es schon sein können mit dem zweiten Treffer.

Leno nur einmal richtig gefordert

Kurz vor dem Wechsel stand auch Bernd Leno zur Abwechslung mal im Mittelpunkt und parierte den Linksschuss von Werner aufs kurze Eck prächtig (40.). Die Werkself machte ein Klassespiel in der ersten Hälfte und ging mit einem verdienten Vorsprung in die Pause.

Die zweiten 45 Minuten begannen mit Karim Bellarabi, der kurz vor Halbzeit vom ruppigen Serey Dié einen Schlag auf den rechten Fuß bekommen hatte und erneut in der Kabine behandelt werden musste. Der VfB, das drittstärkste Team der Rückrunde hinter Bayern und dem BVB, hatte sich einiges vorgenommen – und wurde sogleich kalt erwischt: Julian Brandt startete einen flotten Konter, Chicharito machte mit klugem Laufweg ins Zentrum Platz für Bellarabi auf rechts und der traf Vollspann ins lange Eck – 2:0 für die Werkself (49.). Da waren die Schmerzen im Fuß für einen Moment vergessen.

Brandt und Yurchenko ans Aluminium

Wenig später kann der überragende Brandt alles klar machen, er lief nach Yurchenkos Zuspiel Klein davon, traf aber allein vor Tyton nur den Innenpfosten (57.) - welch ein Pech! Kurz darauf erneut Aluminium, als der gute Vladlen Yurchenko den Ball mit viel Auge und Technik nur an die Latte setzte (65.), den Nachschuss des Ukrainers lenkte Tyton dann um den Pfosten – nicht zu fassen! Danach hat erneut Brandt den K.o. vor Augen, trifft nach Chicharitos gescheitem Querpass mit links nur den Fuß von Tyton (77.). Wieder so ein dickes Ding!

In der Schlussphase drängt der VfB fast verzweifelt nach vorn. Doch die Werkself gönnte ihrem Gegner diesmal nicht das Schwarze unter den Fingernägeln – und feierte wenig später einen hochverdienten und eminent wichtigen Sieg.

Für Bayer 04 geht es in der Bundesliga nach der Länderspielphase mit dem Heimspiel am Freitag, 1. April, gegen den VfL Wolfsburg weiter. Anstoß in der BayArena ist um 20.30 Uhr.


Die Statistik:

VfB Stuttgart: Tyton – Klein, Schwaab, Niedermeier, Insua – Serey Dié (69. Tashchy) – Rupp, Gentner, Didavi (54. Kravets), Kostic – Werner (68. Maxim)

Bayer 04: Leno – Henrichs, Tah, Ramalho, Wendell – Kramer, Yurchenko (84. Frey) – Bellarabi (67. Kruse), Brandt (89. Mehmedi) – Chicharito, Kießling

Tore: 0:1 Brandt (11.), 0:2 Bellarabi (49.)

Schiedsrichter: Siebert (Berlin)

Gelbe Karten: Niedermeier, Serey Dié, Kostic – Ramalho, Kießling, Yurchenko

Zuschauer: 54.525



















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