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21.02.2016 | Leverkusen
0:1 gegen BVB – viel Pech für die Werkself
Vergab in letzter Minute die Riesenchance zum Ausgleich: Chicharito
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Bayer 04 verlor das Topspiel des 22. Spieltages mit 0:1 (0:0) gegen Borussia Dortmund und musste sich nach zuvor sechs Ligaspielen ohne Niederlage erstmals wieder geschlagen geben. Das Tor von Aubameyang (64.) entschied eine Partie, die nach der Pause zwischenzeitlich unterbrochen wurde und in der die Werkself mit einigem zu hadern hatte. Dem Tor des BVB ging ein Freistoß an falscher Stelle voraus, Bayer 04 wurde ein klarer Handelfmeter versagt (71.) und Chicharito vergab in der Nachspielzeit eine Riesenchance zum verdienten Ausgleich. „Es war ein tausendprozentiger Elfmeter, den Zwayer da nicht gegeben hat“, klagte Sportchef Rudi Völler zu Recht aufgebracht. "Den hätte er ganz sicher geben können", sagte Dortmunds Kapitän Hummels.

Wer schafft es noch rechtzeitig bis zum Sonntag? Das war die große Frage gewesen in den vergangenen Tagen, heute gab's dann Gewissheit: Kevin Kampl kehrte von Mandelentzündung und Wadenblessur genesen in die Startelf zurück und auch bei Chicharito reichte es nach überstandener Muskelverletzung für ein Comeback in der Anfangsformation. Admir Mehmedi begann ebenfalls, Julian Brandt saß zunächst auf der Bank, Hakan Calhanoglu gehörte wegen einer Entzündung am Zeh nicht zum Kader. Dafür erstmals wieder Heimkehrer Robbie Kruse. Beim BVB (ohne Gonzalo Castro) rotierte Tuchel kräftig und ließ Reus, Kagawa, Schmelzer und Weigl draußen.

Gegen den besten Tabellenzweiten der Bundesliga-Historie bestritt die Werkself ihr 1250. Spiel im Oberhaus – da passte alles vom Rahmen her für ein Topspiel, bei dem auch Bundestrainer Joachim Löw zugegen war. Für Stefan Kießling begann das Duell mit einem Brummschädel: Nach einem hohen Ball rasselte er mit dem Kopf gegen Sven Bender und war minutenlang benommen und in Behandlung. Kaum wieder auf dem Feld, knallte sich „Kieß“ aber sofort wieder mit Wucht in die Luftkämpfe. Diese frühen Szenen waren bezeichnend für maximale Zweikampfführung und aggressives Attackieren bei beiden Teams.

Nach einer Viertelstunde die erste Torannäherung: Nach Ecke von Mehmedi kam Jonathan Tah zum Kopfball, aber Bürki konnte locker abfangen. Dann ein weiterer Schreckmoment für die Werkself: Ömer Toprak, seit Wochen überragend und auch diesmal zu Beginn ein Fels in jeder Brandung, sank nach gut 20 Minuten zu Boden, musste raus – und versuchte es trotz sichtlicher Schmerzen weiter.

Löws Lob für Tah

Bayer 04 und der BVB beharkten sich intensiv, und wenn sie damit mal kurz Pause machten, belauerten sie sich. Hinter die feindlichen Linien vorzustoßen, gelang in der ersten halben Stunde indes keinem Team. Da blieben erst mal nur Standards: Topraks Schuss nach Mehmedis Ecke geriet aber zu schwach (34.). Auf der Gegenseite gab's für den BVB überhaupt kein Vorbeikommen an den bärenstarken Tah und Toprak. Bis in die Nachspielzeit der ersten Hälfte: Da verzog Aubameyang aussichtsreich am zweiten Pfosten stehend um einen Meter (45.+2). „Er ist ein junger Spieler mit viel Potenzial, sehr konzentriert und aufmerksam“, sagte Bundestrainer Löwe zur Pause über Jonathan Tah – und nach einer Halbzeit mit reichlich Reibung auf dem Platz, aber wenig erwärmenden Höhepunkten.

Für den angeschlagenen Ömer Toprak ging's nach dem Wechsel nicht mehr weiter: Papadopoulos kam für ihn in die Partie, auch André Ramalho löste Kampl ab. Bei der Borussia kam Marco Reus für den jungen Pulisic. Und war sofort im Spiel, doch Bernd Leno packte sicher und beherzt zu gegen den Nationalspieler (47.). Kurz darauf der schönste Angriffszug bis dahin: Die Werkself kombinierte sich in den Strafraum, Chicharito legte mit der Hacke auf Bellarabi, doch dessen Schuss aufs kurze Eck lenkte Bürki noch zur Ecke (51.). Wenig später löste Roberto Hilbert Jedvaj ab (57.) - das Wechselkontingent war fortan erschöpft.

Sieben Minuten später die Führung der Gäste. Der BVB führte einen Freistoß schnell und einige Meter vom Ort des eigentlichen Geschehens entfernt aus, fuhr einen rasanten Konter über Reus und Durm, dessen präzisen Pass Aubameyang nur noch eindrücken musste (64.). Bayer 04 monierte die Entstehung dieses Treffers. Chefcoach Roger Schmidt wurde daraufhin von Kapitän Kießling mitgeteilt, dass er auf die Tribüne verbannt ist. Schmidt verließ aber zunächst nicht seine Coaching Zone, weil er auf eine Erklärung von Schiedsrichter Zwayer wartete. Der Referee tat dies nicht, unterbrach dann das Spiel und ging in die Katakomben – beide Teams folgten.

Partie für neun Minuten unterbrochen

Nach neun Minuten Unterbrechung und einigen Besprechungen hinter verschlossenen Türen ging's dann weiter. Und wieder hatte die Werkself allen Grund zum Hader: Sokatris blockte einen Kopfball von Chicharito mit der Hand, der zwingend fällige Elfmeterpfiff blieb aus (71.). Danach verfehlte der Mexikaner bei der folgenden Ecke Tahs Kopfball nur ganz knapp. Bayer 04, jetzt nur noch im Vorwärtsmodus, stemmte sich mit Macht gegen den Rückstand. Bellarabis scharfe Hereingabe verpasste Kießling um einen guten Meter (81.). Das Solo von Bellarabi wurde von Bürki noch zur Ecke geblockt (84.).

Auf der anderen Seite hielt Bernd Leno Bayer 04 gegen den allein vor ihm auftauchenden Reus mit toller Rettungstat im Spiel (88.). Und die Werkself hatte noch den entscheidenden Punch vor Augen: Bellarabi setzte sich rechts durch, passte nach innen, doch Chicharito versprang der Ball leicht und der Mexikaner setzte die Kugel schließlich haarscharf am Eck vorbei – die Riesenchance zum Ausgleich war dahin (90.+2).

Für Bayer 04 geht es am Donnerstag, 25. Februar, in der Europa League mit dem Rückspiel gegen Sporting Lissabon weiter. Anstoß in der BayArena ist um 19 Uhr.

 
Die Statistik:

Bayer 04: Leno – Jedvaj (57. Hilbert), Tah, Toprak (46. Papadopoulos), Wendell – Kramer, Kampl (46. Ramalho) – Bellarabi, Mehmedi – Chicharito, Kießling

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis (77. Subotic), Hummels, Durm – Bender (69. Weigl), Ginter, Leitner – Pulisic (46. Reus), Mkhitaryan – Aubameyang

Tor: 0:1 Aubameyang (64.)

Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)

Gelbe Karten: Kampl, Chicharito, Papadopoulos, Bellarabi, Wendell – Durm

Zuschauer: 30.210















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