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15.12.2015 | Leverkusen
3:1 – Werkself spielt sich verdient ins Viertelfinale
Wieder unter den letzten acht Teams im Pokal: Donati, Kießling und Bellarabi gefällt's.
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Der Favorit hat sich eindeutig behauptet: Bayer 04 setzte sich beim Regionalligisten SpVgg Unterhaching verdient mit 3:1 (1:1) durch und hat damit zum dritten Mal in Folge das Viertelfinale im DFB-Pokal erreicht. Nach Rückstand durch das Tor von Bauer (27.) drehten Chicharito (31.), Stefan Kießling (55.) und Karim Bellarabi (83.) das Spiel mit ihren Treffern für die hochüberlegene Werkself. Die Runde der letzten acht Teams wird am Mittwochabend ab 23.15 Uhr im Sportschau-Club der ARD ausgelost.

Roger Schmidt hatte die erfolgreiche Formation aus der Partie gegen Mönchengladbach auf zwei Positionen: Donati übernahm wie erwartet den Part des verletzten Hilbert als Rechtsverteidiger und in der Offensive kam Mehmedi für Calhanoglu zum Zuge, der wegen muskulärer Probleme vorsichtshalber gar nicht im Kader stand. Kießling und Chicharito bildeten erneut die Doppelspitze im Angriff.

Die Partie begann mit 15 Minuten Verspätung, weil die Werkself leicht verspätet angereist war und sich viele Zuschauer wegen der Verkehrsverhältnisse noch außerhalb des Stadions befanden. „Wir wollen das Spiel sofort in die Hand nehmen“, hatte der Chefcoach den Seinen mit auf den Weg gegeben. Haching ging das Duell erwartet tief stehend an, überließ der Werkself bereitwillig Ball und Terrain.

Dicke Chancen zu Beginn

Fünf Minuten dauerte es bis zur ersten guten Gelegenheit für die Gäste: Nach einer längeren Staffette kam Admir Mehmedi aussichtsreich halblinks zum Abschluss, Keeper Marinovic lenkte seinen Schuss aber noch über die Latte. Kurz darauf das ganze dicke Ding zu Führung: Bellarabi und Donati kombinierten sich zielstrebig durch, nach der Rechtsflanke des Italieners behauptete sich Kießling stark in Ballanahme und Zweikampf, schaufelte den Ball dann aber allein vor dem Tor aus wenigen Metern über den Kasten (9.).

Wenig später vernaschte Chicharito gleich zwei Hachinger mit technisch-eleganter Mitnahme der Kugel, aber auch da war Marinovic am kurzen Pfosten aufmerksam (14.). Die Werkself machte von Beginn an mit dominantem Vortrag klar, wie das hier für sie ablaufen sollte. Auf einmal aber zeigten auch die Gastgeber, dass sie etwas reißen wollten: Nach einem Freistoß und Gestocher im Strafraum kam Einsiedler an den Ball und bugsierte in Richtung Bayer 04-Tor, doch Mehmedi klärte in der Gefahrenzone (24.).

Dann plötzlich der worst case für die Werkself: Nach einem Konter kam Steinherr über links zum Abschluss, Leno wehrte den aufs lange Ecke geschossenen Ball zur Seite ab, aber Bauer setzte ihn volley im Nachfassen zur völlig überraschenden Führung ins Netz (27.).

"Kieß" und "Chicha" zünden

Der Spielverlauf war komplett auf den Kopf gestellt. Doch das Zauberduo gegen Gladbach sorgte sofort für den Gleichstand: Nach Kramers Flanke auf den zweiten Pfosten legte Kießling ideal mit dem Kopf für Chicharito auf und der Mexikaner mit der eingebauten Torgarantie traf mit links zum 1:1 (31.). Sein 18. Treffer im 21. Pflichtspiel – was für eine herausragende Quote!

Mit einem 1:1 ging's trotz drückender Überlegenheit und vieler Chancen der Werkself in die Pause – auch, weil Marinovic den Versuch von Chicharito nach Flanke von Kramer mit einem sensationellen Reflex noch aus dem Eck wischte (44.) und Kießling kurz darauf mit der Fußspitze nicht mehr entscheidend an die Kugel kam (45.).

Nach dem Wechsel kam Kyriakos Papadopoulos für Toprak in die Innenverteidigung, wenig später auch Marlon Frey für den nach einem Foul sichtlich angeschlagenen Kramer (52.). Und nach Chicharito machte auch Sturmpartner Kießling sein Tor: Nach gelungener Vorarbeit von Frey setzte „Kieß“ den Ball trocken und humorlos zum 2:1 ins kurze Eck (55.). Wenig später verfehlte Karim Bellarabi den dritten Hieb, schoss einen Meter am kurzen Eck vorbei (60.).

Bellarabi macht alles klar

Doch Haching biss sich mit dem Mute der Verzweiflung nochmal in die Partie hinein – kein Wunder bei nur einem Treffer Rückstand. In der Schlussphase der Regionalligist allerdings mit einem Mann weniger: Taffertshofer sah nach einem Foul am starken Kampl Gelb-Rot (79.). Kurz darauf die Entscheidung: Bayer 04 legte sich den dezimierten Gegner am Strafraum zurecht und Karim Bellarabi traf flach ins lange Eck zum 3:1 (83.).

Für die Werkself geht es zum sportlichen Abschluss des Jahres am Samstag um 15.30 Uhr mit dem letzten Hinrundenspiel der Bundesliga beim Aufsteiger FC Ingolstadt weiter.


Die Statistik:

SpVgg Unterhaching: Marinovic – Bauer, Welzmüller, Winkler, Dombrowka – Taffertshofer, Nicu – Piller (90. Marseiler), Sieghart (80. Hinterseer), Steinherr – Einsiedler (69. Reisner)

Bayer 04: Leno – Donati, Tah, Toprak (46. Papadopoulos), Wendell – Kramer (52. Frey), Kampl – Bellarabi, Mehmedi – Kießling, Chicharito (84. Ramalho)

Tore: 1:0 Bauer (27.), 1:1 Chicharito (31.), 1:2 Kießling (55.), 1:3 Bellarabi (83.)

Schiedsrichter: Dr. Drees (Münster)

Gelbe Karten: Taffertshofer – Tah

Gelb-Rote Karte: Taffertshofer (79.)

Zuschauer: 12.500















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